Menschenjahr 2007

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Ein Jahr nach Gründung der Gilde Phoenix



Der Mond war gerade dabei aufzugehen, als Raikanda den Hügel erklomm. Oben angekommen entfuhr ihr ein kleiner Seufzer, als sie voller Zufriedenheit auf die Schönheit Nagrands blickte. Den ganzen Tag über hatte die Sonne geschienen, weshalb der Himmel nun im dunklen Blau erstrahlte und bald auch viele kleine Sterne zu sehen sein werden.

Aus der Ferne hörte sie ein kleines Rauschen und kurz darauf Flügelschlagen. Martia, die zweite der beiden Phoenix-Ladys, landete neben ihr. Martias voller bunter Federn geschmückte Greif, schnaubte, als sich die beiden Ladys herzlich begrüßten. Inwischen war der Mond schon hoch über ihnen und die Welt um sie herum hatte sich in Dunkelheit gelegt.
Als hätten sich die beiden abgesprochen, holte Raikanda das Holz aus ihrem kleinen gelben Rucksack und Martia zückte Feuerstein und Zunder. Flink rieb Martia beides aneinander und kurze Zeit später saßen die beiden Phoenixoberhäupte mit einem Krug Rotwein um das Lagerfeuer und sinnten über Vergangenes und Zukünftiges der Phoenix Gilde.

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Rückblick


Als Lailonwen die Wälder Terrokars durchritt und in der Hauptstadt der Scherbenwelt einen Zettel ans schwarze Brett hängte, rannte man ihr noch nicht die Tür ein. Nachdem sich jedoch der nette Umgang im neu gegründeten Hort herumsprach, wuchs der Hort auf immer mehr abenteuerlustige Helden heran. Um die mutigen Abenteurer bei Laune zu halten, scharrte Lailonwen die wortgewandtesten Helden um sich und lies sie einen Rat gründen, der von an Flammenrat heißen sollte. Dieser kümmerte sich um Organisation des Hortes, ließ Feiern veranstalten und halste sich die Verwaltungsberge auf, die sich auf den Tischen des Gildenhauses häuften. Kurz darauf wurden die besten der jeweiligen Klasse zum Offizier gekührt, um den kleineren des Hortes als Ansprechpartner zu dienen. Fast gleichzeitig wurde Pedrakhan, zweiter Gründer des Hortes, zu anderen Taten außerhalb der uns bekannten Welt gerufen und besuchte ab dann die Gilde nur noch ab und dann, um seine Pets bei Laune zu halten. Das war eine harte Zeit für Lailonwen, die stets ihren starken Partner an ihrer Seite geschätzt hatte.


Phoenix war nun schon auf über 50 Stammesleuten herangewachsen und Lailonwen beschloss ihre Schwester Raikanda die Krone zu überlassen; war diese doch aktiver als sie selbst und so voller Tatendrang, dass ihre Augen glühten, sobald sie mit den Hortlingen loszog. Raikanda rief sogleich den Flammenrat beisammen und sprach zu ihnen darüber, dass sie eine zweite Leitung neben sich sehen wollte. Martia, Flammenratsmitglied erhob sich und nickte. Beide verließen den Versammlungsraum in Richtung der Gärten. Nun war viel zu besprechen! Die inzwischen über 60 Helden starke Gilde bestritt heroische Instanzen, rockte das Schlachtfeld, bestritt Karazhan und hatte auch in Gruul dem ersten Halunken den Gar ausgemacht.

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Martia nickte, als Raikanda über die bisherigen Wendungen im Hort sprach. Während ihrer Worte waren auch die Flammenräte auf Pferden, Greifen und laut stampfenden Elefanten angekommen und hatten sich schweigsam um das Feuer gesetzt. Alle schauten gespannt auf Martia, die nun über die Zukunftspläne des Hortes berichten wollte. Weise sah sie aus, als das Feuer Schatten auf ihre roten Wangen warf, die ihr der Rotwein beschwert hatte. Sie ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, schaute in die Ferne und erst nach einer kurzen, gespannten Weile, fing sie an zu sprechen:

"Voller Stolz blicke ich auf unseren Hort, so viele unterschiedlich Kämpfer dürfen wir hier vereinen, Junge und Alte, Laute und Leise, Großsprecher und Schüchterne, Alleingänger und Fürsorgliche und mit Freude sehe ich jeden Abend wie sie in der Halle des Hortes aufeinander treffen und gemeinsam in die Schlachten ziehen. Viele haben zu uns gefunden, weil sie die Gemeinschaft und das Miteinander suchen, manche haben uns auf diesem Weg auch verlassen, weil sie andere Ziele verfolgen.
Aber wir sind gewachsen und stärker geworden, noch sind wir nicht am Ziel, noch größere Schlachten warten auf uns, wir sollten unsere Reihen noch verstärken, damit das Licht des Mutes und des Ruhmes unsere Wege zeichnen kann. Auch unsere eigenen Leute müssen wir immer wieder bestärken, das nur der gemeinsame Weg uns stark bleiben läßt und uns zu Ruhm und Ehre auf der Todeswache führen wird.
Ich muß dem Flammenrat danken für die unermüdlichen Gespräche zum Wohle des Hortes, den Offizieren, das sie den Phoenixen mit ihrem Rat zur Seite stehen und natürlich meiner lieben Raikanda, die immer wieder in den Welten von Azeroth für den Ruf der Phoenixe sorgt."

Martia hob ihr Glas und lächelte freundlich in die Runde: "Verehrter Rat und Offiziere, so lasst Raikanda und mich wissen, was bewegt eure Herzen und Gedanken, wie werden unsere zukünftigen Wege aussehen?"

 

 

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